Fugenloses Bad mit Walk-in-Dusche, Kreuzberg
Kleine Bäder verzeihen keine Fehlplanung. In diesem Kreuzberger Bad stand eine Duschwanne, die kaum Bewegungsfreiheit ließ, daneben ein Stand-WC mit Aufputz-Spülkasten, das zusätzlich Tiefe fraß. Beides zusammen machte den ohnehin schmalen Raum unbequem eng. Die Neuplanung setzte an der Sanitärseite an: Das WC wanderte an die Wand, der Spülkasten verschwand hinter einer Vorwand, und die Duschwanne wich einer bodengleichen Fläche mit Duschrinne. Erst dadurch entstand die durchgehende Bodenebene, die den Raum optisch streckt. Die doppelflügelige Pendeltür schließt die Dusche ab, ohne sie zuzustellen: Sie schwingt in beide Richtungen und braucht keinen Schwenkradius nach außen. Die Oberflächen sind durchgehend gespachtelt, im Duschbereich ebenso wie an den übrigen Wänden. Weil kein Fugenraster den Blick unterbricht, wirkt der Grundriss zusammenhängender, als er tatsächlich ist. Die Armaturen setzen den einzigen Kontrast: Brausestange, Thermostat und Waschtischarmatur sind durchgehend schwarz.

Highlights des Umbaus
- Bodengleiche Walk-in-Dusche mit Duschrinne anstelle der alten Duschwanne
- Doppelflügelige Pendeltür aus Echtglas, in beide Richtungen schwingend
- Wände und Duschbereich durchgehend gespachtelt, ohne eine einzige Fuge
- Ablagenische direkt in die Duschwand eingearbeitet
- Wand-WC mit Unterputz-Spülkasten hinter einer Vorwand
- Rechteckiger Waschtisch mit schwarzer Einhebelarmatur
- Brausestange, Thermostat und Armaturen durchgehend in Schwarz
- Handtuchheizkörper in Chrom über dem WC
- Deckeneinbauleuchte und Wandlüfter erneuert
Aus einem Bad, in dem man sich zwischen Duschwanne und Waschbecken vorbeidrücken musste, ist ein Raum mit durchgehender Fläche geworden. Bei wenigen Quadratmetern entscheidet genau das über den Eindruck.
Eingesetzte Gewerke
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